Solidarität mit allen Opfern von angedrohter und erlebter sexueller Gewalt

Mit Schrecken mussten wir, die Linksjugend [‘solid] Hessen feststellen, dass die Jusos Hessen-Nord, massiven Angriffen ausgesetzt waren, nachdem diese eine differenzierte Pressemeldung zum Thema „Sexueller Übergriffe in unserer Gesellschaft“ verfassten.

Sexuelle Gewalt, vor allem gegenüber Frauen*, gibt es nicht erst seit den Vorfällen in Köln in der Silvesternacht 2015, nein, es ist ein Problem, welches schon seit jeher besteht. Die Jusos Hessen-Nord bezogen sich in ihrer Pressemeldung auf einen sexuellen Übergriff auf eine junge Frau, welche von einer Gruppe „Migranten“ stattfand. Zudem teilten Schülerinnen aus Kassel ihrer Lehrerin mit, schon mehrmals sexuell attackiert worden zu sein, von einer Gruppe „arabisch bzw. nordafrikanisch aussehender“ Männer. Wir stellen die Aussagen der Mädchen und Frauen NICHT in Frage, die Täter, egal welcher Nationalität, sollten nach allen Härten unseres Gesetztes bestraft werden.

Wir betonen es hier noch einmal, egal welche Herkunft ein Täter hat, er gehört bestraft. Egal welche internationale Geschichte er oder sie hat oder wie lang sein*ihr Fuß ist, das sind Fakten, die absolut irrelevant sind. Einem Opfer von sexueller Gewalt geht es lediglich darum zu wissen, dass die Täter bestraft werden. Damit die Betroffenen wieder in Frieden schlafen und versuchen kann die Geschehnisse aufzuarbeiten. Sie wollen, dass so eine Tat nicht wieder geschehen kann.

Sexuelle Gewalt gegenüber Frauen, vor allem wenn diese von Menschen mit internationaler Geschichte durchgeführt wurde, bieten dem rechten Lager unserer Gesellschaft ein gefundenes Fressen. Diese Menschen nutzen die Situation der Opfer schamlos aus und machen so Stimmung gegenüber den Geflüchteten in unserer Gesellschaft. Das schlimmste an diesem Umstand ist nicht der, dass hier einem perfiden Rassismus Nährboden gegeben wird. Nein! Das schlimmste ist, dass das Leid der Opfer auf bösartigste Art und Weise ausgenutzt wird. Wenn man dann noch bedenkt das Rechtsradikale selbst ein abartiges Bild von der „Rolle der Frau“ in der Gesellschaft haben, dann Fehlen einem die Worte.
Die Worte von Thomas Lange sind für jedes Opfer ein weiterer Schlag ins Gesicht. Er behauptet, dass es einen Unterschied zwischen sexueller Gewalt durch einen „Flüchtling“ oder „Deutschen“ gäbe. Herr Lange NEIN HEIßT NEIN! Egal um wen es geht und jeder sollte diese Grenze akzeptieren. Sexuelle Gewalt egal ob diese durch einen „lüsternen Senioren“ oder einem „Flüchtling“ ausgeübt wird, es ist das GLEICHE! Beides würdigt das Opfer in seinem SEIN ab! Und beraubt diesem etwas, was sie wahrscheinlich noch nicht mal besitzen!

Solidarität mit den Jusos Hessen-Nord! Wir die Linksjugend [´solid] Hessen sind der Meinung, dass man jedes Opfer von und vor sexueller Gewalt schützen sollte.
Darum können wir es absolut nicht vertreten, dass Menschen aufgrund einer differenzierten Aussage zum Thema sexueller Gewalt mit sexueller Gewalt bedroht werden.
Wo leben wir bitte, dass Menschen anderen Menschen eine Vergewaltigung wünschen? Das geht gar nicht! Zudem unterstützen wir alle Menschen die härtere Gesetze von Sexueller Nötigung bis zur Vergewaltigung fordern. Denn unser aktuelles Gesetz reicht einfach nicht aus! Wer dies nicht glauben möchte, der soll sich doch bitte noch einmal den § 117 StGB anschauen und kurz nachdenken. Eins muss klar sein, NEIN heißt NEIN!